Eigener Anbau

Wie alles begann

Unseren ersten Acker übernahmen wir 2016 in Overath und bauten dort auf einer Fläche von ca. 5.000 qm etwa 40 verschiedene Kulturen nach Demeter-Richtlinien an. Der eigene Anbau machte uns großen Spaß, unsere Kunden freuten sich ebenfalls über das frische, regionale Gemüse und so zogen wir 2018 auf den etwa 10.000 qm großen Acker in Tixhoven / Marialinden um.

Unser eigener Hof

Während dessen suchten wir mit Hochdruck nach einem eigenen Hof. 2019 war die Suche endlich von Erfolg gekrönt und Anfang 2020 zogen wir auf unseren Hof nach Kürten-Olpe. Nun (2021) starten wir mit der Bewirtschaftung unseres 20.000 qm großen Ackers. Die Fläche in Marialinden werden wir ebenfalls behalten, um dort etwas „anspruchslosere“ Kulturen wie Kürbisse anzubauen.

 

Umstellung auf ökologischen Anbau nach Demeter-Richtlinien

Da unser neuer Acker vorher konventionell bewirtschaftet wurde, muss die Fläche nun noch auf ökologischen Anbau umgestellt werden. Auf einer konventionell bewirtschafteten Fläche werden zum Beispiel Düngemittel ausgebracht, die im ökologischen Anbau nicht erlaubt sind. Soll eine Fläche ökologisch bewirtschaftet werden, muss nicht nur die Bewirtschaftungsform, sondern auch die Fläche selbst umgestellt werden. Im ersten Jahr nach dieser Umstellung (2020) gelten die Produkte noch als konventionell. Im zweiten Jahr (2021) kann unser Gemüse mit dem Vermerk „aus Umstellung auf Demeter“ bzw. „in Umstellung auf Bio“ verkauft werden (sogenannte „Umstellungsware“). Erst im dritten Jahr dürfen unsere Produkte mit dem Demeter-Logo ausgezeichnet werden. Während der gesamten Umstellungszeit bewirtschaften wir die neuen Flächen bereits nach Demeter-Richtlinien.

Zukunftspläne

Uns als Landwirten ist es besonders wichtig, dass wir uns für die Zukunft Anbausysteme überlegen, mit denen wir zum Erhalt und zum Wiederaufbau unserer Ökosysteme beitragen können. Der biologisch-dynamische Anbau nach Demeter-Prinzipien, den wir praktizieren, ist dafür ein Weg in die richtige Richtung. Auf unserem Hof in Hörnen möchten wir aber noch darüber hinausgehen und beispielsweise eine „Baumfeldwirtschaft“ (Agroforstsystem) etablieren. Das bedeutet, dass wir auf unseren Flächen neben Gemüse, Kleegras und Zwischenfrüchten auch diverse Obst- und Nussbäume, Baumarten zur Holzgewinnung oder Beerenobst anbauen werden. Das hat im Vergleich zum reinen Feldgemüsebau viele Vorteile: Die im Herbst herabfallenden Blätter erhöhen den Anteil abgestorbener Pflanzenbestandteile - und damit den Humusgehalt - im Boden, das Regenwasser kann besser gespeichert werden und der Erosion durch Wind und Regen wird vorgebeugt. Auch für unsere Biokisten-Kunden hat das Ganze direkt positive Effekte, denn in einigen Jahren werden wir dadurch Obst und Nüsse aus eigenem Anbau anbieten können.

Tierische Hofbewohner

Im Sinne einer Kreislaufwirtschaft gehören für uns als Demeter-Betrieb Tiere zum Hof dazu. Deshalb sind 2020 die vier Leineschafe Lisa, Luise, Müsli und Zora bei uns eingezogen. Sie sind die Basis für eine kleine Schafherde, die wir im Laufe der nächsten Jahre aufbauen werden. Sie „mähen“ unser Grünland und liefern wertvollen Mist, mit dem wir unseren Gemüseacker düngen. Unsere Schafe gehören zu einer alten, gefährdeten Nutztierrasse. So tragen wir mit unserer Herde zur Erhaltung dieser Rasse bei.